Geschichte

Das alte Kohle-Gaswerk

Die Gaswerk Einsiedeln AG wurde 1909 für die Strassenbeleuchtung gegründet. Nur wenig später wurden die Strassen jedoch elektrisch beleuchtet und Gas nur noch zum Kochen und Heizen genutzt.

Das Propan-Luft-Gaswerk

Der Umwelt zuliebe musste das Gaswerk 1966/67 umgebaut werden. Erdgas kam damals aus Kostengründen nicht in Frage und es wurde eine Propan-Mischanlage angeschafft, welche beinahe 40 Jahre zuverlässig funktionierte. Um die Versorgung zu verbessern, wurde das Propanlager im Jahr 1991 von 200 m3 auf 500 m3 ausgebaut. Propan, früher kaum brauchbar und in den Raffinerien abgefackelt, wird zunehmend als sehr saubere Energie in der Industrie als Prozessgas angewendet und ist zum Heizen und Kochen deshalb zu kostbar.

Das Gaswerk Einsiedeln stand erneut vor der entscheidenden Frage: Umstellen auf Erdgas oder das Gaswerk stilllegen?

Erdgas in Einsiedeln

Anfangs der 90-iger Jahre scheiterte der Bau einer Erdgas-Verbindungsleitung aus dem Raum Zürichsee über Sattel in den Talkessel Schwyz erneut an den Investitionskosten.

Das Erdgas-Transitnetz wurde jedoch in der ganzen Schweiz und besonders in der Region Zürichsee - Höfe - March immer dichter. Daraus ergab sich die Chance, Einsiedeln aus diesem Raum mit Erdgas zu versorgen. Die Generalversammlung hat am 19. August 2004 entschieden, Erdgas nach Einsiedeln zu führen.

In enger Zusammenarbeit mit der EW Höfe AG als Vorlieferant und der Firma Oehrli Engineering AG, Rapperswil, wurde das Projekt in sehr kurzer Zeit realisiert. Durch eine 6'700 Meter lange Transportleitung mit einem Betriebsdruck von 1 Bar von Schindellegi - Chaltenboden - Biberbrugg nach Einsiedeln wird das lokale Netz seit dem 3. Oktober 2005 mit Erdgas versorgt und laufend ausgebaut.

Durch die grosse und immer noch zunehmende Nachfrage nach Erdgas in Einsiedeln wurde es notwendig, die Transportleitung im Jahr 2012 auf einen Betriebsdruck von 5 Bar auszubauen. 

Im Jahr 2017 wird die nächste Druckerhöhung des Verteilnetzes von 22 mbar auf 50 mbar ausgeführt. Damit sollen starke Druckabfälle vermieden werden. Gleichzeitig werden letzte Sanierungen vorgenommen. Von dem gesamten Ortsverteilnetz, das rund 24km entspricht, müssen noch 1.5km saniert werden.